iPhone 12 Pro und iPhone 11 Pro im Vergleich

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Am 13. Oktober 2020 präsentierte Apple das iPhone 12. Dieses kommt in gleich vier Varianten heraus. Unterhalb des riesigen iPhone 12 Pro Max ist das iPhone 12 Pro das Top-Modell der diesjährigen Generation.

Aber wie schlägt sich das Gerät im Vergleich zum direkten Vorgänger? Welche Verbesserungen und Vorteile weist das iPhone 12 Pro im Vergleich zum iPhone 11 Pro auf? Wir haben die Lupe auf beide Geräte gelegt und schildern nachfolgend die wichtigsten Unterschiede.

Neues Design und noch besser geschützt

Um mit dem offensichtlichsten Unterschied zwischen dem iPhone 12 Pro und seinem direkten Vorgänger zu starten, werfen wir zunächst einen Blick auf das Design. Bereits auf den ersten Blick ist klar, dass Apple der 2020er Generation des iPhones ein neues Design spendiert hat. Folgte das iPhone 11 Pro noch dem Design des iPhone X bzw. XS mit den abgerundeten Kanten, erinnert das neue iPhone 12 Pro an das eckigere Design des iPhone 4 und 5.

Trotz der neuen Form haben sich die Abmessungen kaum verändert. Das 2019 Pro-Modell misst 144,0 x 71,4 x 8,1 mm. Die 2020er Version ist mit 146,7 x 71,5 x 7,4 mm etwas länger, aber auch etwas dünner. Das Gewicht ist mit 188 g zu 187 g quasi identisch. Der Rahmen besteht wieder aus Edelstahl in chirurgischer Qualität. Allerdings ist die Vorderseite beim iPhone 12 Pro mit dem neuen Ceramic Shield geschützt. Dies ist ein besonders hartes Material, dass dem Gerät laut Apple eine viermal bessere Sturzfestigkeit bescheren soll. Zudem kann es hinsichtlich der Wasserdichtigkeit mit maximal 6 Meter Tiefe um 2 Meter tiefer tauchen als das iPhone 11 Pro.

Größenvergleich und Display iPhone 12 Pro vs. iPhone 11 Pro
Links das iPhone 12 Pro und rechts das iPhone 11 Pro. Auf den ersten Blick täuschend ähnlich, aber achtet mal auf die Gehäusekanten und das etwas größere Display des iPhone 12 Pro (Quelle: apple.de).

Größeres Display und mehr Pixel

Obwohl die Abmessungen, wie oben geschildert, bis auf wenige Millimeter nahezu identisch sind, bietet das iPhone 12 Pro ein um 0,3 Zoll größeres Display. Es misst 6,1 Zoll (15,5 cm) und stellt 2.532 x 1.170 Pixel dar, während beim 11er ein 5,8 Zoll (14,7 cm) großer Bildschirm mit 2.436 x 1.125 Pixeln verbaut wurde. Auf die Pixeldichte hat dies keinen Einfluss (460 ppi zu 458 ppi). Auch technisch hat sich beim Super Retina XDR Display kaum etwas getan. Die wichtigsten Messwerte bleiben identisch:

  • Typisches Kontrast­verhältnis: 2.000.000:1
  • Display mit großem Farbraum (P3)
  • 800 Nits maximale typische Helligkeit
  • 1200 Nits maximale Helligkeit (HDR)

A14 Bionic mit deutlich mehr Leistung

Eine der typischen Neuerungen bei einem Generationswechsel ist ein neuer Chip. Im iPhone 12 Pro werkelt, wie in den anderen drei iPhone-12-Modellen auch, der neue A14 Bionic. Dessen Prozessor besteht aus zwei Performance- und vier Effizienz-Kernen und soll um 50 Prozent schneller arbeiten als der A13 Bionic Chip im iPhone 11 Pro.

Auch die GPU mit vier Kernen ist um 50 Prozent schneller, der Neural Engine sogar um 80 Prozent. Genaue Werte zu den Gigahertz und Co liefert Apple aber in gewohnter Manier nicht. Gleiches gilt für die RAM-Ausstattung, die wohl wieder bei 6 GB liegt.

iPhone 12 Pro mit 5G

Da der neue Mobilfunkstandard 5G immer weiter auf dem Vormarsch ist, kommt auch Apple nicht mehr daran vorbei. Daher funken nun alle vier iPhone 12 auch mit 5G. Das bedeutet, dass noch schnellere Datenübertragungen möglich sind, was vor allem beim Streamen und Download von größeren Dateien wie Spielen über das Mobilfunknetz vorteilhaft ist.

Allerdings gibt es hier eine kleine Einschränkung. In Deutschland wird nur der sub-6-GHz-Bereich unterstützt, das schnellere mmWave hingegen nur in den USA. Da das 5G-Netz hierzulande aber ohnehin erst im Aufbau ist und die drei Netzbetreiber bisher ausschließlich auf sub-6-GHz setzen, ist das kein akutes Problem.

Zu den weiteren unterstützten Funkverbindungen zählen Gigabit LTE sowie die üblichen älteren Mobilfunkstandards, Bluetooth 5.0 sowie WLAN 6 (802.11ax) mit MIMO. Unterschiede zum Vorgänger gibt es hier keine weiteren.

Kein Netzteil im Lieferumfang

Angaben zu der Akkukapazität macht Apple generell nicht. Bei den Ausdauerwerten schneidet das iPhone 12 Pro aber nahezu identisch ab wie das iPhone 11 Pro. Einzig bei der Videowiedergabe hält das neue Modell laut Herstellerangabe mit 17 Stunden eine Stunde weniger durch. Hier konnte Apple also keine signifikanten Verbesserungen erzielen.

Aber es gibt doch ein paar entscheidende Neuerungen, die vor allem das Laden des Akkus betreffen. Zum einen setzt Apple die neue Technologie MagSafe ein. Hierbei handelt es sich um einem magnetischen Ring, der um die Ladespule in der Rückseite verbaut ist. Auf diese Weise docken kompatible Ladegerät auf der Rückseite an und bleiben am Gerät „kleben“.

Kabelgebunden kann das iPhone 12 Pro nun mit bis zu 20 Watt geladen werden. Zuvor waren nur maximal 18 Watt möglich. Allerdings hat sich Apple dagegen entscheiden, dem Gerät wieder ein Netzteil beizulegen. Das bedeutet, dass entweder ein bereits vorhandenes Netzteil (z. B. von einem älteren iPhone) genutzt oder eines zusätzlich zum Smartphone gekauft werden muss. Auch die EarPods legt Apple nicht mehr bei, das Gerät kommt also ohne Ohrhörer. Wenn man möchte, ist dies eine versteckte Preiserhöhung, auch wenn Apple dies angeblich aus Umweltgründen macht.

Kameras filmen jetzt mit Dolby Vision

Auf dem Papier hat sich bei der Triple-Kamera auf der Geräterückseite wenig getan. Wieder sind ein Ultraweitwinkel‑, Weitwinkel‑ und Teleobjektiv mit je 12 Megapixel Auflösung verbaut. Die Blende der Weitwinkelkamera hat sich mit ƒ/1.6 zu ƒ/1.8 leicht verändert. Der 4-fach optische Zoom und die optische Bildstabilisierung weisen beide hier verglichenen Pro-Modelle auf.

Allerdings bringt das iPhone 12 Pro doch ein paar Neuerungen bzw. Verbesserungen mit sich. Dies sind Apple ProRAW, der Nachtmodus Porträt sowie Smart HDR 3 für Fotos. Zudem kann die Kamera nun nicht mehr nur 4K-Videoaufnahmen mit 24 fps, 30 fps und 60 fps tätigen, sondern auch HDR-Videoaufnahmen mit Dolby Vision und bis zu 60 fps. Auch der Nachtmodus-Zeitraffer ist neu. Ansonsten hat sich nicht viel getan, was aber aufgrund der bereits sehr guten Kamera des iPhone 11 Pro auch nicht zwingend nötig war.

Die TrueDepth-Frontkamera des iPhone 12 Pro ist ebenfalls in vielen Punkten identisch mit der Selfie-Knipse im iPhone 11 Pro und weist nur ein paar Neuerungen auf. Dies sind Deep Fusion, Smart HDR 3 für Fotos und HDR-Videoaufnahme mit Dolby Vision (bis 30 fps). Zudem weist sie nun einen LiDAR Scanner für den neuen Nachtmodus Porträt, einen schnelleren Autofokus bei wenig Licht und verbesserte AR Erlebnisse auf.

Apple lässt sich also weiterhin nicht auf die Pixel-Schlacht der anderen Hersteller ein, sondern vertraut weiter auf hochwertige Komponenten und Features bei durchweg eher überschaubaren 12 Megapixel Auflösung.

Blau statt Grün und mehr Speicherplatz

Bahnbrechende Neuerungen bietet das iPhone 12 Pro im Vergleich zum Vorgänger nicht. Es ist dank Ceramic Shield robuster, vereinfacht mit MagSafe das Laden, hat ein etwas größeres Display und filmt nun mit Dolby Vision. Pazifikblau löst das Midnight-Grün aus 2019 ab. Dazu gibt es die Standardfarben Graphit, Silber und Gold.

Zudem ist das neue iPhone 12 Pro wie gewohnt schneller – und (aktuell) auch etwas günstiger. Dank der reduzierten Umsatzsteuer bis Jahresende gibt es das iPhone 12 Pro ohne Vertrag ab 1.120 Euro. Der „normale“ Preis liegt wie zuvor bei 1.149 Euro. Dies ist wohlgemerkt nur der Startpunkt für die kleinste Version mit 128 GB. Sie bietet aber immerhin doppelt so viel Speicher wie das kleinste iPhone 11 Pro mit 64 GB. Wer 256 oder 512 GB Speicher wünscht, muss tiefer in die Tasche greifen.

TIPP: Günstiger gibt es das iPhone 12 Pro hingegen mit Vertrag. Denn so verteilen sich die hohen Anschaffungskosten auf die Laufzeit des Vertrags. Die Effektivkosten sind zudem oft deutlich günstiger. Wir haben das passende Angebot parat: iPhone 12 mit Vertrag >.

Eigenschaft / GerätiPhone 12 ProiPhone 11 Pro
Display6,1 Zoll Super Retina XDR Display
2.532 x 1.170 Pixel bei 460 ppi
5,8 Zoll Super Retina XDR Display
2.436 x 1.125 Pixel bei 458 ppi
ProzessorA14 BionicA13 Bionic
Speicher128 GB
256 GB
512 GB
64 GB
256 GB
512 GB
Kamera12 MP Pro Kamera­system mit Ultraweitwinkel-, Weitwinkel‑ und Teleobjektiv12 MP Dreifach-Kamera mit Ultraweitwinkel‑, Weitwinkel‑ und Teleobjektiv
Frontkamera12 MP TrueDepth Kamera mit LiDAR Scanner12 MP TrueDepth Kamera
Kamera-FeaturesDuale optische Bild­stabilisierung
HDR Videoaufnahme mit Dolby Vision bis zu 60 fps
Smart HDR 3
Nachtmodus Porträt
Duale optische Bild­stabilisierung
AkkuKabelloses Laden mit MagSafe und Qi
max. 20 Watt
Kabelloses Laden mit Qi
max. 18 Watt
Mobilfunk5G (sub-6-GHz) und ältere StandardsLTE und ältere Standards
WLAN und BluetoothWiFi 6 (802.11ax) mit MIMOWiFi 6 (802.11ax) mit MIMO
Abmessungen146,7 x 71,5 x 7,4 mm144,0 x 71,4 x 8,1 mm
Gewicht187 g188 g
Preis ohne Vertrag (UVP)ab 1.120 Euroab 1.149 Euro
BesonderheitenMagSafe
Ceramic Shield
Vergleich technische Daten iPhone 12 Pro vs. iPhone 11 Pro

Vergleich: iPhone 12 vs. iPhone 12 Pro

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Vergleich der neuesten iPhone 12 Modelle iPhone 12 vs. iPhone 12 Pro

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